Die Jury 2020

Die Jury des Innovationspreises der deutschen Gaswirtschaft 2020 besteht aus Vertretern der Wissenschaft und Verbände der deutschen Gaswirtschaft. Die Jury entscheidet frei und unabhängig.

Jury-Vorsitz: Prof. Dr. Frank Behrendt ist promovierter Chemiker und seit 2001 Leiter des Fachgebiets "Energieverfahrenstechnik und Umwandlungstechniken regenerativer Energien" an der Technischen Universität zu Berlin. Sein wissenschaftlicher Arbeitsschwerpunkt ist die Untersuchung reaktiver Zweiphasen-Strömungen am Beispiel der thermochemischen Konversion von Biomassen. Ergänzt werden entsprechende Experimente durch umfangreiche Modellierungs- und numerische Simulationsarbeiten sowie ökonomische und ökologische Bewertungen. Sein Forschungsportfolio umfasst auch Aktivitäten auf dem Gebiet der Energiesystemmodellierung, z. B. die Integration erneuerbarer Energien in elektrische und thermische Netze. Im Jahr 2007 übernahm er die Rolle des Sprechers im "Innovationszentrum Energie" der TU Berlin, welches alle Aspekte der energiebezogenen Forschung der TU Berlin zusammenfasst. Zudem ist Behrendt seit 2008 deutscher Delegierter im Techology Coorperation Programme "Emissions Reduction in Combustion" der Internationalen Energieagentur (IEA).

Prof. Dr. Frank Behrendt ist der Vorsitzende der Jury des Innovationspreises der deutschen Gaswirtschaft.

"Aus Sicht eines Hochschullehrers begrüße ich die Initiative der Verbände, Innovationen für eine nachhaltige Energieversorgung einen breiten Raum zu geben. Der Innovationspreis der Gaswirtschaft schafft eine Plattform, auf der wissenschaftliche Forschung und betriebliche Erfahrung zusammengebracht werden. Auch Entwicklungsvorhaben, die in Nischen begonnen haben, können hier eine breite Anwendung zum Wohle des Klimaschutzes finden."


Susanne Harmsen absolvierte 1988 ihr Studium an der Universität Leipzig als Diplom-Journalistin und arbeitete als Redakteurin im Hörfunk und für verschiedene Zeitungen.

In den Jahren 1997 bis 2000 übernahm sie die Redaktion und Moderation des Umweltmagazins beim SFB (Radio Kultur) und war Referentin zur Umweltpublizistik bei der EAUE (Europäische Akademie für Städtische Umwelt) und für SINA (TU-Berlin). Sie beschäftigte sich insbesondere mit den Themengebieten Umwelt, Wissenschaft, Medizin, Geschichte und Soziales.

2001 erhielt sie den Umweltjournalistenpreis des NABU Berlin/Brandenburg.

Ab 2014 engagiert sie sich als Berlin-Korrespondentin für die MBI-Energysource (Frankfurt/Main). Seit 2019 ist sie Berlin-Korrespondentin für den Fachverlag Energie & Management (Herrsching).

"Der Innovationspreis soll aus meiner Sicht nicht nur die Leistungen der Preisträger würdigen, sondern sie auch besser bekannt machen. Damit werden hervorragende Ideen verbreitet, können andere anspornen, sich an ihnen zu messen oder Vorhandenes noch besser zu machen. In über 40 Jahren hat die zweijährliche Auswahl innovativer Entwicklungen im Gasbereich dazu beigetragen, die gesamte Branche vorwärts zu bringen und wichtige Entwicklungen zu befördern. Höhere Effizienz, bessere Produkte, die Nutzung von Gas auch in neuen Bereichen bis hin zum Ersatz des fossilen Energieträgers durch klimafreundlichere stehen im Zentrum. Die Erdgasbranche arbeitet mit Hochdruck an neuen Technologien, die das emissionsarme Energiesystem von morgen wesentlich mitgestalten werden. Darauf kann sie stolz sein, das lohnt sich zu feiern und für uns Journalisten zu publizieren."


Jürgen Kukuk ist seit 2013 Geschäftsführer der ASUE. Zuvor war er seit dem Jahr 2000 als Geschäftsführer der GDFSuez Energy Sales GmbH und davor seit 1991 in leitender Funktion bei der WINGAS GmbH tätig. Im Mittelpunkt seiner Tätigkeit stand stets die Vermarktung und Anwendung von Erdgas sowie die Untersuchung von neuen Anwendungsgebieten.

"Die ASUE konnte in all den Jahren erfolgreich mutige Planer, Projektentwickler und Erfinder ansprechen und hat damit die Weite der Innovationen, die der Effizienz und dem Klimaschutz dienen, auch an die Öffentlichkeit tragen können. Für Politik und Presse ist es von großer Bedeutung, dass Gasanwendungen über den hohen Stand hinaus auch weiterhin innovativ und zukunftsfähig sind; dies gilt für Erdgas genauso wie für erneuerbare Gase."


Ingram Täschner koordiniert als Fachgebietsleiter im Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e. V. (BDEW) die Wärmemarktthemen und ist verantwortlicher Ansprechpartner für innovative Gasanwendungen, Technologiebewertung sowie Heizkostenvergleiche und Biogas. Er verfügt zudem über langjährige Erfahrungen in der Projektleitung, Planung und Baubetreuung Technischer Gebäudeausrüstung verschiedenster anspruchsvoller Neubau- und Sanierungsprojekte.

Seit 2008 begleitet er den Innovationspreis der deutschen Gaswirtschaft. Er setzt sich in der Jury dafür ein, dass Projekte und Konzepte geehrt werden, die im Bereich Innovation, Qualität und Nachhaltigkeit besonders herausragen.

"Spannend ist es zu verfolgen, wie der Innovationspreis dazu beiträgt, Produkte für mehr Energieeffizienz und Klimaschutz erfolgreich am Markt zu platzieren."


Frank Gröschl ist ausgebildeter Diplom-Ingenieur der Fachrichtung Energietechnik und hat ein wirtschaftswissenschaftliches Zusatzstudium zum Diplom-Wirtschaftsingenieur absolviert. Gröschl ist seit 1992 beim DVGW in verschiedenen Leitungsfunktionen tätig. Zuvor arbeitete er mehrere Jahre bei Asea Brown Boveri (ABB) in der Verfahrenstechnik. Er leitet beim Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) die Einheit „Technologie und Innovationsmanagement“. In dieser Funktion ist er u. a. für die strategische und
operative Steuerung der DVGW-Forschungs- und Entwicklungsprogramme für die Themenfelder Gas und Wasser verantwortlich.

Darüberhinaus ist er Vorstandsmitglied des europäischen Forschungsnetzwerks der Gaswirtschaft ERIG (European Institute for Gas and Energy Innovation).

"Mit Gas steht ein Energieträger zur Verfügung, der Klimaschutz, Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit ideal verbindet. Biogas und Wasserstoff werden zunehmend in die Gasinfrastruktur integriert und hocheffizient in allen Sektoren genutzt. Diese Innovationen sind technologisch getrieben. Der Innovationspreis der deutschen Gaswirtschaft macht diese state-of-the-art Technologien visibel und unterstützt deren Verbreitung."


Dr. Timm Kehler ist seit 2015 Vorstand von Zukunft ERDGAS, der Initiative der deutschen Gaswirtschaft. Der promovierte Maschinenbauer und Industriedesigner war zuvor Sprecher der Geschäftsführung von erdgas mobil sowie bei der BMW Group in verschiedenen Führungspositionen in den Bereichen Design, Marken- und Produktstrategie tätig.

"Ob börsennotiertes Unternehmen, junges Start-up oder Universität – überall in Deutschland wird am zukünftigen Energiesystem mit Gas geforscht. Beim Innovationspreis werden die Ideen ausgezeichnet, die wirklich herausragen. Der größte Wert der Veranstaltung liegt aber darin, dass hier alle Tüftler und Denker der Branche zusammenkommen, um sich auszutauschen. Es ist ein wahrer Innovations-Hub und als solcher einzigartig in der Branche."